Mit den Neubauten der Scharnhorst-Klasse war die Tonnagebegrenzung für Schlachtschiffe (lt. dt.-brit. Flottenvertrag) noch nicht ausgeschöpft. So ergingen nach Abschluss des Vertrages die Bauaufträge für zwei weitere Schlachtschiffe. Diese sollten die Scharnhorst-Klasse an Kampfkraft deutlich überragen. Um das angestrebte Ziel zu erreichen steigerte man das Kaliber der schweren Artillerie auf 38cm. Die Aufstellung der schweren Artillerie erfolgte, wie auf den letzten Schlachtschiffneubauten der kaiserlichen Marine, der Baden-Klasse, in vier Zwillingstürmen. Allerdings konstruierte man die Türme völlig neu. Die offizielle Tonnage der Bismarck und Tirpitz wurde mit 35.000 t angegeben um den Anschein der Vertragstreue zu erwecken. Tatsächlich aber lagen die Schiffe wesentlich über dieser Tonnagegrenze.