|
Ursprünglich wurden die Leichten Kreuzer der „Hawkins“-Klasse entwickelt, um deutsche Kleine Kreuzer und Hilfskreuzer zu jagen und zu vernichten, die die britische Handelsschifffahrt stark beeinträchtigten. Daher mussten die neuen Schiffe schnell sein und stärker bewaffnet als ihre möglichen Kontrahenten. Aus diesem Grund wurden sie mit neu entwickelten 19,1-cm-Geschützen bewaffnet. Nachdem jedoch die deutschen Handelsstörer ab 1915 verschwunden waren, wurde der Bau der „Hawkins“-Klasse verlangsamt und die Pläne mehrmals überarbeitet. So wurde bei zwei Schiffen („Effingham“ und „Frobisher“) aus einer ursprünglich geplanten Kohle-Öl-Misch- eine reine Ölbefeuerung. Auch wurde die Antriebsleistung forciert (nicht bei „Hawkins“ und „Cavendish“, da ihr Bau zu weit fortgeschritten war). Bei der Panzerung wurde erstmals das Konzept der allseits geschützten Munitionskammer eingeführt.
Zwischen den Kriegen wurde ein Teil der Schiffe teilweise bis komplett entwaffnet und in den Reservezustand versetzt. Grund hierfür war der Londoner Flottenvertrag von 1930, der sowohl die Anzahl der Schiffe als auch der Geschütze und ihrer Kaliber beschränkte.
Die „Cavendish“ wurde nicht als Leichter Kreuzer fertiggestellt, sondern als Flugzeugkreuzer mit Start- und Landedecks (außerdem wurde sie in „Vindictive“ umbenannt). Da sich dieses nicht bewährte, wurde das Schiff wieder als Kreuzer umgebaut, fand jedoch nur Verwendung als Katapult-Versuchs-, Schul- und Werkstattschiff.
|